Assistenzärztin Tue Minh Tran: „Danke, dass Sie meine Frau und mein Kind vor mir beschützt haben."
Shownotes
In Deutschland ist jedes Jahr rund ein Viertel der Erwachsenen von einer psychischen Erkrankung betroffen. Deshalb geht es heute um die Wunden der Seele: In Folge 16 der „Stationären Aufnahme" ist Tue Minh Tran zu Gast. Sie ist Assistenzärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit über 15 Jahren Berufserfahrung und berichtet von bipolaren Notfällen über Suizidkrisen bis zur forensischen Begutachtung. Sie erzählt, wie sie innerhalb von Minuten Vertrauen aufbaut, warum sie seit 2019 auf Zeitarbeit bei doctari setzt und was sie Menschen rät, die Hilfe suchen: „Sprechen Sie darüber – egal mit wem."
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Host: Nils Zeizinger Redaktion und Text: Martha Nisi & Julia Schwiedergoll Produktion: Maniac Studios & doctari
Transkript anzeigen
00:00:02: Drei Tage später, nachdem wir ihm Medikameltürs eingestellt haben wollen.
00:00:06: Er war auch Absprache für mich.
00:00:07: Dann haben wir ihn entfixiert und er kam dann irgendwann später auf mit mir ins Gespräch und hat gesagt vielen vielen Dank dass sie meine Frau und mein Kind von mir beschüttet haben.
00:00:19: da dankte ich ihnen Und als ich die Panik in den Augen der Mutter gesehen habe die wirklich das Kind zu gehalten habe Ich hab dann nur funktioniert aber nachher habe ich gedacht wie wahnsinnig beeinträchtigen, physische Erkrankungen sind und das war glaube ich immer den zweiten Ausbild hier.
00:00:35: Hallo und herzlich willkommen zu Folge sechzehn der stationären Aufnahme dem Podcast von Doktari!
00:00:42: Mein Name ist Nils Zeitzinger und ich freue mich dass auch du wieder mit dabei bist wenn wir in das Universum Krankenhaus eintauchen wo viele spannende Menschen in vielen spannenden Jobs arbeiten.
00:00:53: In der stationären Aufnahme bitten wir Doktari Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen und Fachrichtungen uns mitzunehmen in ihren Arbeitsalltag.
00:01:01: Und heute bin ich besonders gespannt, denn heute geht es nicht um die Behandlung von sichtbaren Verletzungen oder körperlichen Beschwerden.
00:01:08: Heute geht es – ich mach's mal poetisch – um die Wunden der Seele!
00:01:12: In Deutschland ist jedes Jahr rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen.
00:01:17: Damit sind psychische Erkrankungen nach Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Erkankungen des Bewegungsapparats in Deutschland eine der vier wichtigsten Ursachen für den Verlust gesunder Lebensjahre.
00:01:28: Wir sprechen also über einen Bereich, der für die Gesundheit und den Klinikalltag unverzichtbar ist.
00:01:33: Seine enorme Bedeutung für die ganzheitliche Genesung steht aber zu oft im Schatten der klassischen Apparatemedizin.
00:01:40: Es geht um die Psychologische Psychotherapie.
00:01:43: Was genau dahinter steckt, erfahren wir von einer echten Expertin auf diesem Gebiet.
00:01:47: Ich freue mich auf Tüming Trann!
00:01:50: Sie ist einundvierzig Jahre lebt in Berlin und arbeitet seit fünfzehn Jahren als Ärztin für Psychiatrische- und psychotherapeutische Versorgung.
00:01:57: Seit zwei tausendneunzehn ist sie in Zeitarbeit bei Doktari tätig – und ich verspreche nicht zu viel wenn ich sage, sie hat viel zu berichten... Wenn ihr die Inhalte spannend findet, dann abonniert die stationäre Aufnahme gerne bei Spotify, Apple Podcasts oder überall sonst wo es Podcasts gibt.
00:02:14: Und jetzt legen wir los und holen Ming mal in unser Sprechzimmer!
00:02:19: Bitte ein Sprechenzimmer-Podcastaufnahme!
00:02:23: Liebe Ming, schön dass du bei uns bist.
00:02:25: Herzlich willkommen in der stationären Aufnahme!
00:02:28: Hi, vielen Dank, was er mich empfängt!
00:02:29: Sehr sehr gerne, Ming.
00:02:31: Würdest du dich unseren Hörerinnen und Hörern bitte kurz vorstellen?
00:02:34: Wer bist Du, wo kommst du her und was machst du
00:02:36: genau?!
00:02:37: Mein Name ist Thyming Tran, ich bin einen vierzig Jahre alt.
00:02:40: Mein Lebensmittelpunkt ist momentan Berlin.
00:02:43: Ich wurde in Vietnam geboren und bin da nur vier Jahre aufgewachsen Und habe eben die meiste Zeit meines Lebens in Deutschland verpackt.
00:02:49: Ich habe hier in Heidelberg, wo ich mich gerade befinde studiert.
00:02:53: Danach habe ich eine Charité gewechselt und habe dort auch meine Assistenzartigkeit verbracht und arbeite seit three-tausend neunzehn als Ärztin für Vertretungseinsätze in der Psychiatrie und Psychotherapie in der Arbeitnehmerüberlassung.
00:03:09: Schön dich kennenzulernen, Ming!
00:03:10: Es gibt so vieles über das wir heute sprechen können.
00:03:13: aber zunächst würde mich interessieren Wenn du, sagen wir ja Menschen auf Partys kennenlernst.
00:03:19: Welche Frage oder Fragen zu deinem Job hörst du dann besonders oft?
00:03:24: Gibt es Dinge vielleicht auch Klischees oder Vorurteile die dir besonders häufig begegnen?
00:03:29: Vorurteilte gar nicht mehr sondern eher dass man... Leute dann gleich Fragen stellen und auch manchmal eben Too Much Information da geben.
00:03:37: Zum Beispiel, das muss auch kein Party sein!
00:03:40: Das ist jetzt für mich amüsant aber ich möchte das auch ganz gewährte Freibad schildern.
00:03:44: und zwar habe ich meiner Person in einem Geschäft bei einer Panikattacke geholfen und die hat sich dann irgendwann beruhigt und ich bin dann ja... weiter shoppen gegangen, dann wurde ich dann auf Mitarbeitern und Kunden angesprochen.
00:03:57: Was ich den mache?
00:03:58: Und was der Job einer Psychiaterin sei.
00:04:01: oder gehen das auch ganz schnell machen die auch Suchterkrankungen?
00:04:03: Was machen sie denn zum Beispiel wenn ich vom Kucker ihm nicht wieder weg komme und ist also okay.
00:04:09: Kannst du eigentlich so öffnen?
00:04:11: Ich gehe mal dahin.
00:04:14: Das waren eher diese Erlebnisse aber tatsächlich Vorurteile, die ich jetzt befremdlich finde, denen bin ich bisher noch recht begegnet Noch nicht.
00:04:24: Das ist ja auch gut, ne?
00:04:25: Wir sind ja auch ein bisschen weiter als vor fünfzig Jahren.
00:04:27: Gott sei Dank.
00:04:29: und sagen mal wenn wir gerade bei solchen Themen sind ich kann mir vorstellen du führst keine Strichliste aber kannst Du ganz grob schätzen wie viele Menschen Du in den zurückliegenden Jahren schon behandelt hast?
00:04:40: Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen um ehrlich so sein.
00:04:43: also wir gehen jetzt einmal pima daumen dass ich in der Woche wirklich mit intensiver Behandlung.
00:04:51: Das ist eben halt die Frage, was der Schöne ist.
00:04:53: Die Psychiatrie ist so vielfältig.
00:04:55: Was zählt man unter Behandlung?
00:04:57: Zählt man das zum Beispiel einen behördlichen Kontakt da wo ich auch mal lange Zeit gearbeitet habe?
00:05:01: Zählt man das zu einem Einzelkontakt Zuhause bei den Klienten, beide Patienten?
00:05:06: oder zählt Maneben den intensiven Kontakt Der mitunter so Ja sechs Stunden Psychotherapie Mitunter pro Woche beinhalten kann?
00:05:16: deswegen Ich kann es noch schätzen aber dass wäre so stimulativ Aber ausreichend meiner Meinung nach.
00:05:22: Ich frage auch deshalb, weil für mich wirklich einer der beeindruckendsten Aspekte deines Jobs ist mit wie vielen Schicksalen du zu tun hast und wie viele Leben du positiv beeinflusst?
00:05:32: Natürlich ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen aber kommt dir spontan ein Fall in den Sinn, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist wo du im Nachhinein genau dieses Gefühl hattest eine Veränderung angestoßen zu haben positives bewirkt zu haben so nach dem Motto Genau dafür mache ich den Job.
00:05:48: Generell ist es ja so, dass ich während meiner Arbeittheit oder während meines Arbeitslebens auch Menschen geholfen habe in wirklich ihren schlimmsten tiefsten Krisen.
00:05:57: Und ich finde es generell ohne einen Einzelnen herausheben zu wollen das es ziemlich beeindruckend ist zum Beispiel wenn Menschen in ihren Krisen kommen und auch schon den Entschluss gefasst haben ihr Leben zu beenden und trotzdem sich dem Mut zusammennehmen zu dir zu kommen in die Behandlung und nach einem Gespräch entscheiden Wir trotz alledem, dass sie dich nur fünfzehn Minuten kennen.
00:06:18: So sehr so vertrauen, dass Sie Ihre Entscheidung erst mal vertagen und dir auch eine Chance geben, die so übersäugen das Leben weiter zu führen.
00:06:27: Und das ist ohne auf einzelne Schicksale einzugehen einfach nur für mich selber auch selber eindruckend.
00:06:34: da sehe ich auch große Wertschätzung, dass Menschen selbst in tiefsten Krisen sich überwinden mir zu vertrauen.
00:06:40: Und wenn es darum geht das ist ein eindricksamer Fall ist dann war's mal so, dass eine wäre meiner asistenzärztischen Zeit in der Station für Affektive Erkrankungen.
00:06:51: Eine Frau mit einem drei Monate alten Baby zu Meckaran kam, völlig aufgelöst das Kind so richtig fest an sich gedrückt und gesagt hat sie müssen mir helfen mein Mann, mein Mann ich konnte nicht verstehen was los ist.
00:07:03: mein Mann Mein Mann sind weg gerannt Und dann war es eben so, dass ihr Mann bipolaraffektiv erkrankt ist und in einer akuten manischen Episode ist.
00:07:12: Komplett angespannt war und sehr psychotisch war und die Frau und das Kind verkannt haben warenhaft.
00:07:19: Da war's ebenso, dass er wahrscheinlich die beiden so sehr bedroht hat, dass die Mutter mit ihrem Kind weggerannt ist wie sie dann irgendwie versteckt haben vor dem Partner, das heißt ich habe sie eine Pflegestützungpunkt geführt.
00:07:32: Wir haben die Türen verschlossen.
00:07:34: Ich bin rausgerannt und hab dann wirklich den Mann dastehen sehen sich aufgebaut, vollster angespannt.
00:07:42: Ich kann es noch heute mich daran erinnern, ich bin so ein Überknie, hohe Hecke gesprungen mit meinem Kittel und habe ihn dann angesprochen, hi sind Sie Herr Sohn so?
00:07:52: Und ich wollte kurz mit Ihnen sprechen.
00:07:54: können wir dafür auf Stationen?
00:07:57: Irgendwie habe ich es geschafft, ihn zu überleben mit mir auch statt schon zu kommen.
00:08:00: Ich musste dann auch die Tür hinter ihm schließen damit er eben keine Möglichkeiten mehr hat.
00:08:05: Vielleicht räumlich der Frau um den Dreimutter der alten Baby zu nähern und dann fing das eben auf mal einfach an dass ich kurz nur nach Unterlagen zum Notieren geholt hab und er stand draußen.
00:08:18: Ich weiß nicht was passiert ist.
00:08:19: Ich habe mich umgedreht und er hatte auf einmal mit seinen Fäusten zwei Spinnen in die Scheibe geschlagen Und war dann so aggressiv, hat kaum noch gesprochen.
00:08:30: Was so katatone, dass wir ihn tatsächlich fixieren mussten und ihn erst mal kurz isolieren musten.
00:08:37: drei Tage später nachdem wir ihm Medikamenteus eingestellt haben, weil er auch Abstraße fähig war, haben wir ihn dann entfixiert und er kam dann irgendwann später auf mit mir ins Gespräch und hat gesagt vielen vielen Dank das sie meine Frau und mein Kind von mir beschüttelt haben.
00:08:55: Und da dankte ich.
00:08:57: Ach krass!
00:08:57: Als ich die Panik in den Augen der Mutter gesehen habe, die wirklich das Kind zu gehalten hat... Ich hab dann nur funktioniert.
00:09:04: aber nachher dann hab' ich gedacht wie wahnsinnig beeinträchtigen physische Erkrankungen sind und das war glaube ich immer im zweiten Ausbildungsjahr.
00:09:12: Ja, krass.
00:09:13: Und hast du später noch was mitbekommen von der Frau und dem Kind?
00:09:16: Weißt Du da nochmal's?
00:09:17: Den gings gut.
00:09:18: Also, den ging es wirklich gut.
00:09:20: Die wussten dann auch Bescheid was bei einer bipolare Erkrankung war.
00:09:23: Die waren aufgrund der Angebote der Selbsthilfen und Angehörigengruppen gut informiert.
00:09:28: die haben jetzt nicht aus seiner Persönlichkeit besogen Und da ist auch zwischenmenschlich und intrafamilär nicht viel kaputt gegangen.
00:09:36: aber Es war wie gesagt nur beeindruckend weil ich die Panik also die Paniken in der Augen der Frau werde ich nicht vergessen.
00:09:43: das glaube ich sofort.
00:09:45: krass
00:09:46: Krasser Einzelfall und ich kann mir vorstellen, ja solche krassen Einzelfälle.
00:09:50: Die gibt es halt dann auch des Öfteren bei dir.
00:09:54: Lass uns mal ganz woanders hin hüpfen, Ming.
00:09:57: Lasst uns mal back to the roots gehen und eine Zeitsprung in die Vergangenheit machen.
00:10:01: Wann hast du denn zum ersten Mal gedacht?
00:10:04: Ich will in die Medizin.
00:10:06: Oh!
00:10:06: Ich muss sagen dass ich mich meinen Teenager ja ziemlich treiben ließ.
00:10:10: alles was funktioniert hatte war das Abi.
00:10:14: deswegen das Abi war relativ gut Und da war es eben so, ich studiere was irgendwie in ist.
00:10:21: Also nach dem Konto.
00:10:23: Sexy ist und dann habe ich mich dann in weder Maschinenbau, weil's mich tatsächlich interessiert hat oder eben Medizin, weil... Ich komme hier aus Vietnam und das hat einen sensationellen Beruf als Beruf und da ist natürlich familiär sehr angesehen wenn das Kind oder die Tochter den Berufsweg wählt.
00:10:41: und deswegen hab ich gesagt lass dich das mal auf mich zukommen und hab seitdem nie bereut
00:10:46: Und wann und warum wurde dir klar, dass dich dein Weg dann Richtung Psychotherapie und Psychiatrie führt?
00:10:51: Also das ist ohne Pathos geschehen.
00:10:53: Und zwar psychatauffangen statistisch später anzuarbeiten als alle anderen Fachrichtungen.
00:10:59: Das war für mich der gerne schläft und gerne etwa später den Tag beginnt sehr attraktiv.
00:11:06: Und ehrlich gesagt, erst ich das Fach damals gewählt habe, war ich einfach um.
00:11:10: Ich lasse es auch mal auf mich zukommen Und als ich dann diese Vielfalt und dieses multiprofessionelle Arbeiten gesehen habe, war ich einfach nur darüber überzeugt.
00:11:22: Man kann auch gar nicht sagen dass ich sehr sehr zielstrebig war.
00:11:26: Gar nicht!
00:11:28: Ich hab das auf mich kommen lassen.
00:11:29: und tada hier bin ich.
00:11:32: Schön, ich mag deine ehrlich erfrischenden Antworten.
00:11:35: Sehr cool!
00:11:36: Du merkst ja schon wir nähern uns vom Allgemeinen zum speziellen.
00:11:40: deshalb verrat uns doch noch für welches psychotherapeutische Verfahren du dich entschieden hast und warum?
00:11:46: Du ahnst die Antwort
00:11:47: oder?!
00:11:48: Ich ahne sie aber... Vielleicht ja der ein oder andere unserer Hörerinnen und Hörern noch nicht.
00:11:53: Okay, und zwar habe ich für die Verhaltenstherapie entschieden weil das viele gemacht haben.
00:11:58: also wir mussten ja auch unsere Psychotherapie Ausbildung selber bezahlen und deswegen es war breiflich okay und Es war auch so in der Nähe und viele mal die Kolleginnen sind da auch hingegangen und er dachte ich mir minktypisch warum nicht?
00:12:13: Lass sich... Ich lass das auch nicht zukommen!
00:12:15: Und das war dann auch eine Entscheidung die ich Also wo ich sehr dankbar bin, dass es mich da hingetrieben hat.
00:12:21: Weil... Ich habe jetzt den Eindruck mit den Kenntnissen die ich habe kann ich was bewirken und ohne jetzt so selbstholig zu sein sondern... ...ich hab wahnsinniges Glück gehabt das die Entscheidung mich dahin gebracht haben wo ich bin Und ich bin zufrieden!
00:12:35: Dann lass uns mal in deinen Arbeitsalltag eintauchen.
00:12:38: aus Filmen kennen wir ja alle dieses Bild Die Patientin der Patient liegt auf der Couch und die Therapeutin fragt und wie fühlen sie sich damit?
00:12:47: Mal fern ab, der Kino und TV-Klischees.
00:12:49: Welcher Satz fällt in deinen Patientengesprächen am häufigsten?
00:12:53: Schönen guten Tag!
00:12:54: Mein Name ist Thymine Krahn.
00:12:55: ich werde psychotherapeutisch für sich zuständig sein.
00:12:59: Okay...der fällt wahrscheinlich jedes mal,
00:13:00: ne?!
00:13:01: Ja, da fällt auf jeden Fall jedesmal.
00:13:03: Aber hast du sonst so evergreen, so klassiker wo du selber schon denkst?
00:13:06: Ah ja okay, ich habe es wieder gesagt
00:13:09: Das vermeide ich immer mehr, weil ich auch den Patienten oder Klienten je nachdem individuell begegnen möchte.
00:13:17: Und es ist so dass Menschen mit physischen Erkrankungen sehr sensibel sind und deswegen ist es eben so das ein Schema F nicht wirklich immer ankommt.
00:13:29: Sie haben ja generell schon Bedenken und ihre eigenen Vorurteile, wenn sie noch nie Berührung hatten mit dem Fach der Psychiatrie oder mit dem Verfahren der Psychotherapie.
00:13:39: Und deswegen sollte man Meinung meiner nach.
00:13:42: oder habe ich entschlossen nicht zu Klischee hervorzugehen?
00:13:45: Und dann erstmal zu gucken, wen habe ich vor mir?
00:13:48: Der Mensch muss mich auch vertrauen obligat das ich mich vorstelle und dass ich ihn erstmal ankommen lasse, bevor ich einfach auf ihn eintrede.
00:13:57: Das kann durchaus mit meinem Naturalser überfordern sein für den
00:14:01: Gegenüber.".
00:14:03: Und wenn wir schon beim individuellen Herangehen sind wie unterscheidet sich denn die Kinder- und Jugendpsychiatrie grundsätzlich von der Erwachsenen- und Gerontopsychiatrie?
00:14:13: Oh!
00:14:14: Das sind zwei verschiedene Fächer.
00:14:15: also Ich behandle nicht unter acht Liniehricke Und deswegen kann ich gar nicht so fundierte Kenntnisse in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wiedergeben.
00:14:25: Zwar mache ich Dienste, das ist aber nicht der Idealfall sondern notgedrungen weil er der Personalschlüssel nicht erlaubt dass Kinder und Jugendtsphysiater alle Diense abdecken können.
00:14:35: Deswegen kann ich dir gar nicht sehr sagen wie die Unterschiede sind, weil ich eben nur die eine Seite sehr fundiert kenne und die andere nicht.
00:14:44: Aber kann man denn grundsätzlich sagen, Die Kinder und Jugendpsychiatrie mehr zu fördern, um dann vielleicht die erwachsenen Psychiatrie zu entlasten?
00:14:55: Mir fällt es schwer, es pauschal so zu sagen.
00:14:58: Den ersten Teil, den kann ich aber zustimmen!
00:15:00: Es ist absolut sinnvoll, die Kindern Jugendpsychatrie zu fördern weil da Bedarf ist.
00:15:07: Ich glaube wir alle haben jetzt momentan Mangel-Personals finden Aber die Kinder an Jugendpsygiatrie hat es besonders hart getroffen.
00:15:15: Ich glaube, da spricht auch meine persönliche Ansicht, dass Kinder für mich absolut beschützenswert sind.
00:15:23: Die meisten geht es so.
00:15:24: Allerdings habe ich gemerkt, dass eben die Angebote schwinden und viele Kinder um Jugendliche und deren Familien dann alleine gelassen werden.
00:15:35: Und es ist wirklich ... Ich betrachte die Entwicklung generell mit Sorge weil zum Beispiel was ich selber nicht glauben konnte Dietrich Bonhöfer Kline geschlossen wird und zwar, dass es die Klinik die sechzig Plätze für Suchterkrankte Kinder- und Jugendliche anbietet in rehabilitativer Behandlung.
00:15:55: Und wenn man denkt das Sechzigplätze ein Großteil sind von den fünfundachtig Plätzen, die es deutschlandweit gibt, dann kann man diese Entwicklung egal ob Erwachsenen oder Kinder-und-Jugendischater nur mit Sorge betrachten.
00:16:08: Wow
00:16:08: krass!
00:16:09: Also... Man sieht ja überall, dass es weniger wird.
00:16:12: Das wahrscheinlich auch gespart werden muss.
00:16:14: oder worauf fühlst du das zurück?
00:16:16: Dass da immer weniger passiert.
00:16:18: Das kann ich nicht beantworten.
00:16:19: warum's weniger wird?
00:16:21: weil ich den Sinn nicht dahinter verstehe und das sind wahrscheinlich auch politische Entwicklungen für die ich keinen Zugang habe.
00:16:29: allerdings ist jetzt eben so, dass das komplett konträr der Entwicklung steht, die die Prävalenzen von physischen Erkrankungen darstellt.
00:16:39: Also die nehmen ja zu und deswegen ist Abbau oder Sparmaßnahmen für mich außerordentlich paradox.
00:16:45: Du hast ja selbst vietnamesische Wurzeln, du hast gerade schon gesagt, lebst in diversen Berlin und reist als Doktari Fachkraft durch ganz Deutschland mal Hand aufs Herz.
00:16:55: sind unsere psychiatrischen Kliniken heute eigentlich gut genug auf die kulturelle Vielfalt unserer Gesellschaft vorbereitet?
00:17:03: Da bin ich ein bisschen vorbelastet weil ich enge Freunde habe, die da auch wirklich forschen aber auch wirklich in der Patlentversorgung klasse Arbeit leisten.
00:17:13: Wir sind aufmerksamer, wir sind bereiter, allerdings ist es eben so natürlich, dass da Personalschlüssel ein bisschen schwieriger ist.
00:17:22: Aber die Entwicklung, die ich sehe, ist das viele Ärzte und Ärztinnen mit Migrationshintergrund immer mehr davon sich entscheiden, in die Fachrichtung zu gehen.
00:17:31: Und deswegen bin ich relativ optimistisch, dass es heute schon gut ist... in Zukunft immer mehr sein werden.
00:17:40: Das wäre ja schön, aber es ist auch schön zu hören dass es offensichtlich schon in die richtige Richtung sich entwickelt.
00:17:45: das ist ja schon mal was wert?
00:17:47: Absolut!
00:17:48: Aber das ist natürlich der Arbeit von vielen Kolleginnen und Kollegen geschuldet die sich immens dafür einsetzen auf was das Thema Stigma-Forschung angeht.
00:17:59: Kannst du uns dazu noch etwas sagen?
00:18:01: Es ist so hier in Deutschland die Wahrnehmung Zwischertrischen und Psychotherapeutischen Hils-Antworten nicht mehr oder weniger mit einem Stigma belastet sind.
00:18:12: Das ist unter anderen kulturellen, für die das Konzept relativ neu ist oder eben nicht so ubiquitär präsent ist anders.
00:18:20: Und deswegen ist es ebenso um den Patienten oder den Menschen der Hilfe braucht besser begegnen zu können muss auch eben die Stigmatisierung eingekränzt werden, dass er erstens nicht selber sich selber stigmatisiert oder von anderen stigmatisiert wird aufgrund seiner zwischen Erkrankung oder eben den Bedürfnis Hilfe anzunehmen.
00:18:41: Und deswegen ist Stigma Forschung eigentlich der Einsteiger für den Aufbau einer funktionierenden psychiatrischen psychotherapeutischen Betreuung.
00:18:51: und da gibt es durchaus kulturelle Unterschiede.
00:18:54: Stigma ist eigentlich auch ein gutes Stichwort.
00:18:56: noch für ein anderes Thema, was ich mit dir besprechen wollte.
00:18:59: Du hattest ja auch schon Einsätze in einer forensischen Psychiatrie heißt du hast psychisch kranke Straftäter behandelt die die meisten von uns ja nur aus Spiegelreportagen oder True Crime Dokus kennen.
00:19:10: Du hast im Vorgespräch schon angedeutet dass du solche Berichte heute mit ganz anderen Augen siehst.
00:19:14: aber klar wegen deiner Schweigepflicht kannst du jetzt natürlich nicht ins Detail gehen.
00:19:18: das respektieren wir.
00:19:19: aber mal ganz grundsätzlich gefragt Wie sehr unterscheidet sich die Realität in der Forensik von dem, was wir im Fernsehen sehen?
00:19:27: und bereitet man sich auf diese Patienten therapeutisch vielleicht auch mental ganz anders vor als auf andere?
00:19:34: Also ich arbeite da nicht therapeutisch.
00:19:36: Ich mache da Nachtdienste und zusätzlich mache ich noch Nebenberuflich noch die Assistenz der Begutachtung, in der Erstellung von forensischen aus psychiatrisch-forenzischen Gutachten.
00:19:46: Dementsprechend kann ich jetzt die Psychotherapie über längere Zeit betrifft gar keine validen Angaben machen.
00:19:53: Deswegen würde ich mich eher auf den zweiten Teil nach der Frage ziehen
00:19:58: ob
00:19:59: der Eindruck, den wir im Fernsehen sehen anders ist.
00:20:01: also wenn man vom Batman ausgeht absolut.
00:20:04: Aber ehrlich gesagt, eine wertschätzende oder wertungsfreie Darstellung sehe ich jetzt in den Medien- oder den Filmen eher selten.
00:20:13: Deswegen erübrigt sich die
00:20:14: Frage."
00:20:15: Da ist wohl was dran – das stimmt!
00:20:17: Meng in Vorbereitung auf unserer Aufnahme habe ich mich daran erinnert dass ich vor vielen Jahren mal ein Buch gelesen habe mit dem Titel Wer therapiert die Therapeuten?
00:20:26: Was mich zu der Frage bringt wie sorgst du?
00:20:28: für ein eigenes seelisches und mentales Wohlbefinden, gerade vor dem Hintergrund eines auf dieser Ebene ja sehr herausfordernden Jobs.
00:20:36: Auf der persönlichen Ebene gehe ich durchaus profitieren von meiner Ausbildung achsamer mit mir aber auch meinen Gesuchsmenschen um.
00:20:44: Ich habe gelernt zuzuhören, ich habe gelernt nachzudenken bevor ich spreche.
00:20:49: das war nicht immer so in den Teenager Jahren.
00:20:53: Aber generell ist es auch so dass es eben auch Möglichkeiten gibt um sich zu entlasten, weil wir ja auch sehr intimen oder persönlichen Herausforderungen gegenüberzustellen sind.
00:21:05: sollte man nicht immer alleine bearbeiten.
00:21:07: Es gibt zum Beispiel Wellengruppen, es gibt auch zum Beispiel die Möglichkeiten einer Supervision.
00:21:13: bekommen entweder eben eine Team-Supervision oder Fall-Supervision.
00:21:17: aber das ist auch die Pflicht eines Arbeitgebers zu sorgen dass wir in der Ausübung unserer Arbeit eine Entlastung finden wenn wir sie brauchen insbesondere bei Herausforderungssituationen.
00:21:28: zum Beispiel nennen wir den Extremfall.
00:21:31: Die Insucid eines Patlentens Unheimlich trifft immer.
00:21:36: Oder im Umgang mit Klienten, wenn da Sachen geschehen und du dann zum Beispiel deine Klientinnen in der großen Presse dann wieder siehst wie du denn damit umgehst?
00:21:44: Weil das kann dich auch durchaus überfordern.
00:21:46: Du kommst ja dann in Krübekreisen und deswegen sind Supervisonen unerlässlich.
00:21:51: aber auch das offene und wertschätzende Gespräch mit dem Vorgesetzten und deinen Kollegen
00:21:57: Und ich kann mir vorstellen was doch auch immer gut sein muss ist eine vernünftige Balance zwischen Job Und Freizeit, was mich zur Zeitarbeit bringt.
00:22:05: Du bist jetzt seit Jahrzehnteinzehn für Doktari tätig?
00:22:08: Haben sich denn deine Erwartungen an das Arbeitsmodell bestätigt?
00:22:12: Ich bin jemand der sich eher treiben lässt und deswegen auch gar keine supergroßen Erwartung mitbringt sondern sich erst mal darauf einlässt.
00:22:21: Und ehrlich gesagt wurde meine Erwaltung erfüllt.
00:22:23: ich hatte nicht große Erwartlungen aber bin ich sofrieden?
00:22:25: ja ich bin zufrieden.
00:22:27: Und zwar hat mir die Leitarbeit die Möglichkeit gegeben, so entscheiden wann ich arbeite und wenn nicht.
00:22:34: Ich arbeite nicht für die Zeiten wo ich arbeide sondern für die Seiten wo ich nicht arbeiten muss um diesen Klär bereichernd weil ich die dann mit meinem Mann verbringen kann und wir zum Beispiel auch so monatelange Aushalten nehmen können uns zum Beispiel unsere Familie zu widmen unserer eigenen Gesundheit zu widmern oder einander so widmen und das ist eine Sehr, sehr schöne Möglichkeit.
00:22:59: Klingt sehr gut.
00:23:01: Wie ist denn das eigentlich wenn du jetzt als Zeitarbeiterin neu auf eine Station kommst?
00:23:06: Das ist ja nochmal was anderes als wenn man immer fest vor Ort ist.
00:23:09: wie kann man denn da in kurzer Zeit auch gute therapeutische Beziehung aufbauen?
00:23:13: Ist es überhaupt möglich in kurster Zeit Du hast ja vorhin schon gesagt innerhalb von fünfzehn Minuten öffnen sich da auch Menschen.
00:23:18: aber wie erlebst du das generell?
00:23:20: Da möchte ich gerne unterschreiten zwischen dem Team.
00:23:24: Ich unterstütze dann aber auch den Patienten, die neu kommen.
00:23:27: Ich denke mit dem Patlenten, da komme ich rasch so recht weil im Dienst ist es ja auch so du nimmst was durch die Tür kommt und dann ist das eben auch so wenn ich zum Beispiel in ein neues Team stoße oder zu einer neuen Klinik gehe.
00:23:39: Die Patlenden sind meistens vorbereitet dass es einen Therapeutenwechsel gibt Und sie sind da auch erstaunlich offen und wenn Sie dann sagen ich komm also ich möchte kein Therapeutinwechsel denn das ist eben so ihr Therapeut Geht jetzt, deswegen gibt es auch nicht so viele Alternativen und die sind doch recht offen.
00:23:59: Beim Team ist das eben so dass ich manchmal in Situationen komme wo ich wirklich gebraucht werde.
00:24:05: Und zwar weil zum Beispiel Personalmangel besteht oder weil z.B.
00:24:09: dass ein Team überfordert ist aufgrund des Personalmanges.
00:24:12: und dann ist es manchmal so dass Ich mit unter unstrukturierte oder chaotisches Zustände erlebe die auf mich erst mal chaotisch wirken, aber tatsächlich gar nicht so chaotische Stimmen.
00:24:24: Die brauchen nur für unsere Eingewöhnungszeit.
00:24:26: Ich muss das Team erst einmal kennenlernen und das Team muss erst einmal mich kennenlern.
00:24:30: Wenn ich zum Beispiel ein neues Team komme, bisher habe ich es immer geschafft irgendwie anzukommen und mich darauf einzulassen.
00:24:38: Und auch nochmal einen großen Dank an alle Teams, die mich speziell aufgenommen haben – ich wurde letztendlich immer gut aufgenommen!
00:24:46: Also Schapo an die, die sich an mich gewöhnt haben.
00:24:50: Ich habe nicht das Gefühl dass es so schwer ist.
00:24:52: liebe Ming!
00:24:53: Jetzt nach den paar Minuten die wir hier zusammen verbracht haben und sag mal hast du eigentlich eine Lieblingsregion für deine Einsätze wo bist Du so unterwegs?
00:25:00: Und wo besonders gern?
00:25:01: Eigentlich überall.
00:25:02: also ich war ja schon... An der Ostseeküste bis zu den Alpen.
00:25:07: Ich war ja auch schon an der französischen Grenze bis zur polnischen Grenzle und das sind gar nicht die Orte die mich wirklich Wohlfühlen lassen, sondern die Menschen.
00:25:17: Und da hatte ich ein großes großes Glück in meinen schallreichen Einsätzen viele unheimlich warmhärtige und unheimliche kollegiale Menschen zu treffen und mit einigen davon bin ich ganz glücklich befreundet.
00:25:34: Bevor wir den Blick jetzt gleich nochmal in die Zukunft richten, Mingen lass mich das Thema Zeitarbeit noch mit einer Frage abschließen.
00:25:40: Was würdest du Ärztinnen und Ärzten sagen, die mit dem Gedanken spielen in die Zeit Arbeit zu wechseln aber sich vielleicht noch nicht ganz trauen?
00:25:48: Ein persönlicher Tipp redet mit eurem Partner, redet bei euren Familien, redelt mit euren Freunden und probiert es nochmal aus weil man kann es gar nicht so schön reden.
00:25:58: aber dass soziale Umfeld wird früher oder später leiten Und das ist eben die Frage, ob es euch wert ist und ob ihr auch flexibel genug seid, euch auf neue soziale Kontakte einzulassen.
00:26:12: Weil ansonsten kann es durchaus sein wenn ihr zum Beispiel nach einem Einschlapp am Wochenende nicht nach Hause kommt und dann auch noch eine Erkältung habt dass der Einschleppenheit euch doch ein bisschen belasten kann und das solltet ihr nicht ignorieren.
00:26:24: Schöner Hinweis!
00:26:26: Mingen so langsam nähern wir uns dem Ende unseres Gesprächs deshalb würde ich den Blick gerne nochmal voraus richten.
00:26:32: Wenn wir uns mal die ideale Therapielandschaft der Zukunft vorstellen, zu der gehören natürlich zwingenderweise Therapeutinnen und Therapeuten.
00:26:42: Wir wissen, der Weg in den Beruf ist lang, ist auch emotional fordernd und gerade in der Ausbildung oft finanziell herausfordernd.
00:26:50: An welchen Stellschrauben müsste die Politik deiner Meinung nach drehen, damit wir auch in zehn Jahren noch empathische und hochqualifizierte TherapeutInnen in Deutschland haben?
00:27:00: Nicht nur der Politik allgemein!
00:27:02: Wertschätzung.
00:27:02: Weil wir leisten wirklich Schwerstarbeit, vielleicht nicht körperlich aber mental Schwerarbeit.
00:27:09: und wenn man sich vorstellt dass wir wirklich Menschen ihren tiefsten Krisen abholen das heißt wir müssen uns auch dort hin mit ihnen begeben ist das sehr erschöpfend insbesondere mit Menschen die hoffnungslos sind oder in oder Menschen die ein schwere schweres Traum haben was man selber sich gar nicht so hätte ausmalen können.
00:27:30: vielen Menschen begegnet, dass es irgendwie so ist, dass das einen mental sehr erschöpft und man auch eine gewisse Distanz gewinnen muss nach dem Feierabend.
00:27:37: Und da ist es eben so, dass Wertschätzung sehr, sehr überzeugend ist den Job weiterzumachen.
00:27:43: Und vom Team von allen die mit dem Beruf beschäftigt sind erfahren wir sehr viel Wertschättung.
00:27:48: aber wenn ich die Entwicklung zum Seriösom Beispiel ein ganz klassisches Beispiel das jetzt debattiert wird ob das Honorar von ambulanten Psychotherapeutin um vier Komma fünf Prozent reduzieren wird, dann werde ich das nicht wirklich wertschätzen.
00:28:05: Also ich kenne hier keine Berufsgruppe wo offen darüber debattiert wird dass zum Beispiel der Lohn jetzt deutschlandweit um vier Prozent gesenkt werden soll.
00:28:15: Das ist... Dann erkriegt sich meiner Logik
00:28:18: Zumal der Bedarf ja so groß ist.
00:28:20: also das passt ja auch einfach nicht so zusammen.
00:28:22: Also wirklich eine Frage die viele meiner Patienten oder Klienten mir stellen und sagen, wo finde ich denn eine ambulante Psychotherapie?
00:28:31: Frau Tran sie empfehlen mir einer.
00:28:33: Sie sehen die Notwendigkeit.
00:28:34: Wo finde ich die?
00:28:35: Und dann höre ich Wartezeiten von sechs Monaten einem Jahr und einen Menschen zu sagen, sie müssen ein Jahr auf eine adäquate Behandlung warten der sich in der Krise befindet oder in einer Depression und irgendwie das Gefühl halt heizverlieren.
00:28:51: Das ist eine sehr, sehr dreiste Antwort.
00:28:55: Wenn wir die Wartezeiten jetzt mal kurz ausklammern, ming.
00:28:58: Für den Fall dass uns gerade jemand zuhört der denkt Der weiß vielleicht auch nur ein Gefühl in der Magen Gegend hat das eine Behandlung Eine psychotherapeutische Behandlungen Wahrscheinlich eine gute Idee ist aber Vielleicht Auch Heimungen hat sich Hilfe Zu Suchen.
00:29:13: Was Kannst du dieser Person raten um Den ersten Schritt zur Therapie einfacher zu machen?
00:29:19: Egal mit wem Sie darüber sprechen, Sprechen wieder rüber.
00:29:22: Wenn Ihr Ansprechpartner auch Ihr Hausatteltssprechen wiederrüber die Kollegen sind darauf vorbereitet.
00:29:27: Die Zahlen der südischen Erkrankungen steigen an.
00:29:31: Die sind sehr präsent.
00:29:33: Sozioeconomische und physische Erkankungen wirklich die größte Beeinträchtigung wenn es eben so folkswirtschaftlich geht und deswegen die Kollegen dann darauf vorbereiten.
00:29:43: Wir im Krankenhaus sind auch darauf vorbereitet und wir gehen auch sehr diskret und vertrauensvoll mit ihren Problemen um.
00:29:50: Deswegen trauen Sie sich, sprechen Sie darüber, ob mit uns oder den hausärztischen
00:29:54: Kollegen.".
00:29:56: Ja meine Mutter hat es immer gewusst, sie hat immer zu mir gesagt nur wer redet dem kann geholfen werden.
00:30:00: Liebe Ming und damit sind wir auch fast am Ende unserer stationären Aufnahme.
00:30:04: aber eine Kleinigkeit!
00:30:06: Sind wir unseren Hörerinnen und Hörern noch schuldig?
00:30:09: Die Anamnese.
00:30:10: Ich würde dir gerne zum Abschluss noch drei kurze Fragen stellen mit der Bitte um drei kurzen Antworten.
00:30:16: Bist du bereit?
00:30:18: Ja!
00:30:18: Super, dann kommt hier Frage eins.
00:30:21: Welcher ist dein Lieblingsneurotransmitter und warum?
00:30:26: Dopamin und wer sich auskennt weiß warum.
00:30:29: Ha ha, okay.
00:30:32: Frage zwei Was löst bei dir im Dienst oder auch außerhalb Glückshormone aus?
00:30:38: Hm... Ehrlich Antwort oder...
00:30:41: Bitte eine ehrliche Antwort.
00:30:43: Wir sind doch unter uns, Ming!
00:30:44: Zeitarbeit?
00:30:46: Der Lohnsettel.
00:30:49: Ja völlig Legitime auch das ist ein sehr guter und profunder Grund.
00:30:54: Sehr schön.
00:30:54: Und last but not least Frage drei.
00:30:56: Wofür bist du bei deinen Kolleginnen und Kollegen bekannt?
00:30:59: Dass ich manchmal gar keinen Filter habe.
00:31:02: Das so stehe ich.
00:31:04: Aber es ist ne sehr gute Eigenschaft für den Podcast, Ming wirklich.
00:31:08: also Sehr, sehr schön dass du so offen vom Herzen und von der Leber wegsprichst.
00:31:13: Also ich kann dir sagen... Ich habe das sehr genossen.
00:31:16: jetzt unsere Zeit hier zusammen!
00:31:17: Es war super spannend es war super schön mit dir und deswegen in meinem Namen und im Namen unserer Hörerinnen und Hörern sage ich vielen herzlichen Dank, dass du bei uns in der stationellen Aufnahme warst.
00:31:28: Sehr
00:31:35: gerne hat mir Spaß gemacht Schön.
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